Ultimae – Elektronisches aus Frankreich

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Das französische Label Ultimae bietet ein außergewöhnliches Lineup an Projekten die sich dem Spektrum der Ambient / Elektro / Chillout-Musik widmen. Und das mit einer Präzision und Qualität die ihresgleichen sucht.

Ultimative Frankophone Klänge

Im frankophonen Lande wurde schon immer eine Musikkultur gepflegt, welche den restlichen europäischen Strömungen in nichts nachsteht, aber einen besonderen Ruf genießt. Der „French Touch“ ist ein Begriff der nicht zuletzt im „French House“ widergespiegelt wurde – dabei sind Daft Punk die Wegbereiter, welche einer breiten Öffentlichkeit bekannt sind.

In Lyon nun sitzt dieses Label und liefert mit schöner Regelmäßigkeit unfassbare Produktionen ab. Selten haben mich die Nuancen auf einer Scheibe so erschauern lassen wie bei den Acts Connect.Ohm, Aes Dana oder Martin Ligand. Wahre Dimensionen gibt es da zu erhören, manche Sounds sind so präsent, dass Sie einem förmlich auf der Nase herumtanzen oder am Ohr kratzen. Dann wieder gibt es Hallräume die so groß zu sein scheinen, dass man darin problemlos ein bis zwei Zeppeline unterbringen kann.

ultimae martin nonstatic

Um die Songs und Bands zu mögen, muss man natürlich einen Hang zu moderner Elektronik haben. Zumindest darf man das nicht gleich verteufeln, wie es gerne mal unternommen wird, wenn „alle Computermusik“ per se über einen Kamm geschoren wird.

In der Ruhe liegt – der Klang

Ein wenig Geduld muss man ebenfalls mitbringen – die Songs sind immer wieder mal über sieben Minuten lang, und sie nehmen sich Zeit für Aufbau und Variation der Themen. Wer sich der Diskussion „Wie viel Bass braucht es?“ mal wieder über passendes Material widmen möchte kann hier vieles entdecken, bei dem das „untere Ende“ ganz neue Bedeutungen bekommt.

Die Pracht hört nicht auf mit der Summe aus Produktion und Klangqualität. Das Label liefert zusätzlich ein ästhetisch wirklich wertvolles Erscheinungsbild der Veröffentlichungen. Es gibt nette Beigaben – Postkarten, Lesezeichen, Räucherstäbchen – und eine darauf abgestimmte Bildästhetik. In dieser Stringenz kaum anderswo zu finden.

ultimae records logo

Kleine Geschichte am Rande. Ich hatte mir direkt über deren Bandcamp-Seite die LP „Connect.Ohm – 9980“ geordert und auch wie geplant erhalten. Mehrmals gehört und hier und da ein paar kleine Störstellen entdeckt – nichts worüber man sich sonst großartig aufregen würde. Dennoch wurde ich wenige Wochen später vom Label angeschrieben. Mir wurde mitgeteilt, dass die Pressung fehlerhaft sei, dass man eine komplett neue Auflage produzieren lässt und ob meine Adresse noch korrekt ist. Neue Version wird dann versendet. So passierte es – und sowas nenne ich Service, zumal das nicht unerhebliche Kosten verursacht haben dürfte.

Nicht so analoge Links

Ein paar Appetithappen – am besten in Ruhe, zur Gänze und mit Kopfhörer genießen – alle aus dem offiziellen YouTube-Kanal von Ultimae (seid ggf. auf Werbung gefasst):
– Beim Aufruf von externen Links/Videos werden ggf. persönliche Daten übertragen. –

Steff4nlgmusic

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